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Wie gehe ich mit beruflicher Provokation um? Kniffe, Tricks und Praxiswissen


Viele Menschen kennen es: Den Satz, der einem 2-3 Tage später einfällt, den man wirklich so gerne geantwortet hätte, der einem aber leider bei einer ärgerlichen Provokation durch Kollegen, Chef oder von sonstigen Menschen so unendlich fern war und nicht in den Sinn kam.

Gerne möchte man spontan kontern können und schlagfertig sein.

Aber es gibt dahingehend gute Nachrichten: Schlagfertigkeit, Spontaneität, Kreativität und Kommunikation sind weitgehend auch erlernbar.

Natürlich gibt es Naturtalente, denen diese Schlagfertigkeit scheinbar in die Wiege gelegt wurde, aber auch dies kann aufgeholt werden. Es gibt wenig, was nicht erlernbar ist, wenn man die richtige Grundeinstellung dazu vorweisen kann.

Manchmal sind es kleine Aufhänger, die Menschen dazu einladen, Ihnen mit kleinen verbalen Stichen bzw. Sprüchen (Kommentaren) den Tag zu „versauen“. Manchmal ist es nur ein kleiner Fleck auf Ihrer Hose, ein kurzes Zuspätkommen zu einer Besprechung oder auch ein umgeschütteter Kaffeebecher.

Aber die Kunst liegt im gekonnten Reagieren und in der richtigen inneren Einstellung zu sich selbst.

Aber was benötigt man genau, wenn man Schlagfertigkeit erlernen möchte?

  • Eine gute Portion Humor ist sehr hilfreich
    (zur Neugewichtung des verbalen Erstangriffs).
  • Die Fähigkeit, ein Gegenargument liefern zu können, ist elementar
    (zur Entkräftung des verbalen Erstangriffs).
  • Eine Portion Mut und Aktivität zur Reaktionsdurchsetzung ist wichtig
    (zur Agilität des Wehrens, Aktivität setzt Grenzen).

Lohnt sich denn der ganze Aufwand der Veränderung und des Lernens?

Grundsätzlich lohnt sich ein Entwicklungsprozess immer, denn er zielt darauf ab, Ihr Selbstwertgefühl zu erhöhen. Die Schlagfertigkeit soll nicht dazu dienen, aktiv verbal auf andere Menschen einzuprügeln, sondern dazu, dass Sie sich effektiv verteidigen können.

Ein Ziel dieser Verteidigung ist die Souveränität, die Sie natürlich für Ihre Arbeit benötigen und auch ausstrahlen müssen, damit andere Kolleginnen und Kollegen Sie als ernstzunehmende Person wahrnehmen können. Dies schafft Vertrauen und sorgt für gegenseitigen respektvollen Umgang.

Jedoch bleibt auch anzumerken, dass hierfür nicht nur die verbale Schlagkraft entscheidend ist, sondern auch die Körpersprache, welche für einen elementaren Außeneindruck sorgt.

Manche Menschen gehen gerne gebeugt, vermeiden die aufrechte Körperhaltung und haben regelrecht Ängste vor einem direkten Blickkontakt im Dialog. Genau dies sorgt für eine sehr devote und wenig souveräne Ausstrahlung.

Wie wichtig sind der Sprachstil und der Wortschatz für eine erstrebenswerte Schlagfertigkeit?

Ein breiter Wortschatz sorgt für eine erstrebenswerte Schlagfertigkeit, denn angepasste Worte transportieren Witz und Intelligenz in einer spontanen Antwort auf eine Verbalattacke. Der Faktor Zeit spielt natürlich auch mit, denn Schlagfertigkeit erfordert ein schnelles Agieren und kein minutenlanges Grübeln nach einer Antwort.

Üben Sie ruhig für sich alleine, wie Sie auf beispielhafte verbale Attacken reagieren würden. Bevor Sie in der Lage sind, sehr spontan und überaus gewitzt auf solche Angriffe reagieren zu können, empfehlen wir Ihnen, sich ein paar Standardantworten zuzulegen.

Alles mit der richtigen Körperhaltung, einem Lächeln und ggf. auch mit einem Augenzwinkern gut und gerne auf viele Verbalattacken nutzbar.

Welche Taktiken helfen mir dabei, mich bei Angriffen weniger verletzt und angegriffen zu fühlen?

Lernen Sie bitte zum Selbstschutz, sich nicht „jeden Schuh anzuziehen“. Dies würde Ihnen ansonsten weitere Selbstzweifel und eine schlechte Zeit verschaffen und Sie für eine verbale Gegenwehr blockieren.

Gehen Sie lieber taktisch klüger vor und probieren Sie folgende Gegenwehrmöglichkeiten:

  • Weichen Sie dem Angriff gezielt aus!
  • Drehen Sie dem Angreifer das Wort im Mund um!
  • Verstehen Sie jeden Angriff als Kompliment!
  • Kehren Sie den Effekt des Angriffs um!

Wichtig ist, dass man als Person weiterhin authentisch und echt wirkt! Charisma, Souveränität und eine allgemeine gute Durchsetzungskraft lassen viele Verbalattacken auch unkommentiert „verpuffen“.

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