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Den richtigen Umgang mit einem vermutlich inkompetenten Vorgesetzten erlernen


Im Rahmen unserer youneo initiative erhielten wir vom Leser Pierre eine interessante Leserrückfrage. Er fragte sinngemäß, wie man mit einem inkompetenten Chef und/oder Vorgesetzten umgehen kann.

Er merkte auch noch einige inhaltliche Details an, um die Situation zu verdeutlichen, welche er gerade vorfindet. Aus Datenschutzgründen werden die beiden Autoren von diesem Blog jedoch keine Daten nennen, die auf die exakte Person und das angesprochene Unternehmen zurückführen können. Uns geht es um die konstruktive Unterstützung im Rahmen einer bestmöglichen Lösung für unsere Übersender der Leserfragen.

Nun zu unserem Statement zur Sache:

Natürlich mag sich die Überschrift auf den ersten Blick und dann ggf. nur schnell überflogen etwas merkwürdig anhören, denn wie kann ein Chef oder auch im Fall von Pierre ein Vorgesetzter denn inkompetent sein. Wir versuchten uns hier thematisch einzufinden und haben verstanden, was der Problemfall inhaltlich sein könnte. Pierre ist einem alten und eingefahrenen Unternehmen beschäftigt, welches wenig wächst und auch wenig Strukturen kennt. Gerade in solchen Unternehmen wurden früher gerne Führungsjobs nach “Nasenfaktor” und Betriebszugehörigkeit vergeben. Auf Fachkompetenz wurde hierbei leider wohl oft nicht geachtet.

Wir gehen davon aus, dass dieses Unternehmen wohl eine Ausnahme zum allgemeinen Mittelstand ist bzw. offene und moderne Unternehmen vielmehr den Fokus auf Fachpersonal und Führungskompetenz in den eigenen Leitungsebenen legen werden.

Nun haben wir hier leider den Fall, dass ein wenig kompetenter Entscheidungsträger vor „Pierre´s Nase“ sitzt und täglich unqualifiziert und unfair handelt. Das macht auf Dauer niemandem Freude und muss langfristig sicher auch proaktiv abgestellt werden. Doch sind wir als Autorenteam auch keine Fans davon, immer gleich zum Jobwechsel zu raten, jedenfalls nicht als übereilte und unüberlegte Handlung. Insofern möchten wir für alle Interessierten unseres Blogs noch Ansätze liefern, wie man mit dieser Situation auch umgehen kann.

Die folgenden Anmerkungen sind von der Webseite „onpulson > Wissen für Unternehmer und Führungskräfte“ erarbeitet worden.
Wir finden die Ansätze sehr gut aufbereitet und möchten insofern auch diese Plattform aufgrund der guten Themenbreite generell weiterempfehlen.

  1. Setzen Sie Grenzen: Inkompetente Chefs leiden oft oder gerade deswegen zu blindem Aktivismus, der die Angestellten nur unnötig unter Stress setzt. Wenn Ihr Chef etwas von Ihnen verlangt, was im Grunde genommen unwichtig oder nicht realisierbar ist, setzen Sie Grenzen. Sagen Sie Ihrem Chef klar und deutlich, was im Rahmen des Möglichen machbar ist und was nicht. Im Laufe der Zeit wird er lernen, dies zu akzeptieren.
  2. Analysieren Sie genau, was Ihr Chef an Ihnen schätzt: Inkompetente Vorgesetzte neigen dazu, fähige Mitarbeiter “abzusägen”, weil Sie oft neidisch auf deren Kompetenz sind. Achten Sie deswegen vorher darauf, was Ihr Chef an Ihnen schätzt und machen Sie sich mit dieser Eigenschaft quasi unabdingbar. Ist es beispielsweise Ihr erfolgreich abgeschlossenes BWL-Studium mit hervorragenden Fachkenntnissen, bringen Sie diese von ihm gefragte Kompetenz öfters ein, damit ihm Ihr Mehrwert deutlich wird.
  3. Lästern Sie nicht unaufhörlich über die Unfähigkeit ihres Vorgesetzten: Erstens könnte der Chef die negative Stimmung ihm gegenüber irgendwann einmal auffangen und zweitens seien Sie damit vorsichtig bei Mitarbeitern, die ihr Gesagtes am Ende gegen Sie verwenden. Reden ja, aber mit einer gehörigen Portion Zurückhaltung.
  4. Nutzen Sie Ihre Position, um neue Kontakte zu knüpfen: Sind Sie erst einmal Teil eines Unternehmens, haben Sie die Chance, andere Kollegen und deren Vorgesetzte und ihre Arbeit kennenzulernen. Nutzen Sie diese Chance, um Vergleiche zu ziehen und gegebenenfalls eine neue Position mit einem fähigeren Chef zu “ergattern”.
  5. Nehmen Sie nicht alles persönlich: Im Arbeitsalltag wird es während des Tages verschiedene Situationen geben, über die sie sich über Ihren Boss aufregen werden. Versuchen Sie, all diese Gegebenheiten nicht zu sehr an sich herankommen zu lassen und lachen Sie doch einfach mal über witzige oder seltsame Vorgehensweisen Ihres Chefs, solange keine wirklich negativen Konsequenzen für Sie daraus entstanden sind.
  6. Kategorisieren Sie die Vorgehensweise Ihres Vorgesetzten: Menschen tendieren dazu, oft ähnliche Verhaltensweisen an den Tag zu legen. Beginnen Sie damit, die Aktionen Ihres Chefs zu kategorisieren, beispielsweise mit: „Diese Handlung fällt in die Kategorie Profilneurose des Chefs“ und „Diese Handlung kann man in die Kategorie Geiz des Vorgesetzten einordnen“. Nach einiger Zeit werden Sie merken, dass es immer wieder bestimmte Kategorien gibt, in die ihr Chef einzuordnen ist. In diesem Moment werden Sie aufhören, sich über gewisse Dinge aufzuregen, weil all das nichts Neues mehr für Sie und Ihr Hirn ist.
  7. Sagen Sie auf alle Fälle Ihre Meinung, wenn größere Gefahren die Folge sind: In einigen Abteilungen ist Kritik oft unerwünscht oder nur eingeschränkt möglich. Machen Sie aber unbedingt Ihren Mund auf, wenn die Konsequenzen des Handelns des Vorgesetzten zu schwerwiegend für Sie und die Abteilung sind. Hier ist Ihr unbedingtes Handeln gefragt.
  8. Hören Sie auf Ihre innere Stimme: Können Sie wirklich mit diesem inkompetenten Chef leben, trotz gewisser Maßnahmen, die Sie ergriffen haben? Oder quälen Sie sich jeden Tag in Ihren Job und denken in Ihrer Freizeit unaufhörlich an die Arbeit. Wenn Sie abends von der Arbeit nicht abschalten können und auch nachts wenig schlafen oder gar seltsame Träume haben, sollten Sie überlegen, ob Ihr tägliches “Arbeitsopfer” der Mühe Wert ist oder ob Sie nicht selbst in die Gefahr geraten, wirklich krank zu werden. Seien Sie herbei unbedingt ehrlich zu sich selbst und entwickeln Sie keinen falschen Ehrgeiz.

Anmerkung zur thematischen Entstehung dieses Beitrags:
Im Rahmen unserer „youneo initiative“ haben wir zahlreiche Zuschriften von Lesern erhalten, die uns baten, das o.g. Thema inhaltlich kritisch aufzubereiten. Auch wenn die Autoren dieses Blogs diese hier genannten thematischen Punkte in den eigenen vielen Berufsjahren deutlich positiver erlebt haben, fühlen sie sich verpflichtet, das o.g. Thema dennoch auch kritisch und selbstverständlich konstruktiv zu durchleuchten. Wir nehmen alle Zuschriften ernst und möchten auch somit konstruktiv vor beruflichen Stolpersteinen warnen bzw. hierüber informieren. Dennoch möchten wir anmerken, dass es mit der richtigen beruflichen Betrachtung in der Regel immer mehr Chancen als Risiken gibt.