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Neider im Job: Kontraproduktive Energienutzung im beruflichen Alltag


Oftmals findet man in Kollegenkreisen und auch im Privatleben zahlreiche Menschen, die stark den Kopf schütteln, wenn andere Menschen einen klaren Weg haben, viel Leistung in berufliche und auch persönliche Entwicklung stecken und auch viel Freizeit in Bildung investieren. Doch erreicht diese engagierte Person nach einer gewissen Zeitspanne damit erstrebenswerte Ziele (z.B. den Universitätsabschluss, ein breites Wissen, eine bessere Ausstrahlung mit Charisma, eine Gehaltserhöhung für sehr gute Arbeitsleistung usw.) keimt dennoch ein unschönes Gefühl in manchen Menschen auf: NEID!

Aber warum ist „Neid“ ein so komplexes Thema? Kennen tut es jeder, aber neidisch sein, das ist fast keiner … jedenfalls nicht offiziell. Wer den Entwicklungsstand hat, auf Neidgefühle aktiv zu reagieren und innerlich damit gut umgehen zu können, der hat einen sehr hohen Entwicklungsstand.

Dies lässt sich damit erklären, dass Neider nicht neiden, weil sie schlechte oder böse Menschen sind. Neider vergleichen das beneidete Objekt oder die beneidete Person bezogen auf gewisse Eigenschaften und/oder Attribute und vergleichen mit sich selbst. Genau da beginnt das Problem: Im Vergleich mit sich selbst.

Im Neider wird ein innerliches schlechtes Gefühl erzeugt, der Neider hat daraufhin das Bedürfnis sich zu rechtfertigen und dem anderen Menschen negative Energie zuzutragen. In Klartext: Dem Beneideten sein Objekt oder seine Eigenschaften schlecht und klein zu reden. Alles nur, um seine eigenen minderen Gedanken zu minimieren, in der Regel leider nur vor sich selbst.

Doch was hat dieser Beitrag nun für eine hohe Relevanz in diesem Einkaufsblog? Die berufliche Begleiterscheinung von Neid und Missgunst wird leider nicht weniger, sondern auch Ihnen noch häufig in Ihrem beruflichen Leben vor die Füße fallen. Das was Sie aktiv daran machen können, ist die Art darauf zu reagieren.

Und bitte merken Sie sich dazu:

Neid ist absolut kein Merkmal für richtige Glaubenssätze und ebenso kein Merkmal für Gewinnertypen!

Viele Menschen lenken bei Neid von sich selbst, von eigenen Kleinheitsgefühlen, von tiefen Minderwertigkeitsdenkmustern etc. ab, beziehen somit den Erfolg anderer Personen indirekt auf sich und vergleichen. Indem diese Menschen dann verbal „beißen“ meinen sie, sich im Inneren damit gerechtfertigt zu haben und nach Außen ihren Stand gewahrt zu haben. Hierbei sagt der „Beißer“ leider viel mehr über sich selbst aus, als über die beschimpfte Person.

Versuchen Sie bei solchen Situationen souverän zu bleiben und entziehen Sie sich diesen Begegnungen. Falls dies nicht unmittelbar möglich ist, denken Sie zum Beispiel das folgende Muster:

„Schade, dass Sie ein Problem haben, ich habe kein Problem. Wäre es mein Problem, würde ich mich damit auseinandersetzen, ich bleibe innerlich bei mir und gehe weiter meinen Weg.“

Nur bei konstruktiver Kritik aus extrinsischen Impulsen lohnt es sich, deren Blickwinkel zu erörtern und auch kritisch zu überdenken.

Erfolgreiche Menschen sind in der Regel von der eigenen Grundeinstellung stets „ins Gewinnen“ verliebt und nicht „ins Verlieren“. Neider sollten an sich selbst arbeiten und ihre Grundhaltung zu sich und zu anderen schnellstmöglich nachhaltig optimieren. Neid ist definitiv kein Merkmal von Gewinnertypen, sondern das Gegenteil von erfolgreichen Denkstrukturen. Wer sehr erfolgreich denkt, der kann im Grunde alles schaffen, gönnt somit im Umkehrschluss auch anderen Menschen Erfolg.

Sollten Sie, was relativ normal sein dürfte, in Teilbereichen Ihres Lebens auf Menschen treffen, die in einigen Sektoren begabter sind als Sie, so machen Sie sich genau dies zum aktiven Vorteil. Nutzen Sie es als direkte Chance, Neues zu lernen und verbessern Sie den Prozess.

Ergänzendes themenrelevantes Wissen:

Interessanter redaktioneller Lese-Beitrag zum Thema „Das Leid vom Neid“:
http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/arbeitswelt/psychologie-das-leid-vom-neid-1626217.html

Agiler relativ langer Video-Beitrag zum Thema „Persönlichkeitsentwicklung und dem kleinen Weg zum großen Selbst“