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Berufliche und persönliche Zufriedenheit als Karrieremotor


Heute gehen wir auf eine Leserfrage ein, die wie folgt bei uns (youneo initiative) einging:

Liebes youneo-Team,
könnt ihr mir sagen, wie ich mehr berufliche und auch persönliche Zufriedenheit erlangen kann, wenn ich gerade in der aktuellen Beschäftigung eher unglücklich bin?
Viele Grüße sendet Nadine

Liebe Nadine, gerne gehen wir auf Deine Frage ein, wir haben uns über Deine Nachricht gefreut.

Natürlich sollte man in diesem Kontext „Zufriedenheit“ vorab klären, was das überhaupt reduziert betrachtet ist. Im allgemeinen Verständnis meint es einen sehr innerlich ausgeglichenen Zustand, der nichts weiter erwartet und verlangt, als das, was man im Leben vorfindet. Oder aber auch, dass man mit Verhältnissen, allgemeinen Leistungen konform geht und damit generell auch kein Problem hat. Also im besten Falle mit sich, seinem Umfeld und auch mit der Welt im Reinen zu sein.

Doch leichter gesagt als manchmal getan, denn das Leben kann Überraschungen bereithalten, die uns aus der Bahn werfen können. Sowohl beruflich, als auch persönlich und privat. Die Kunst hierbei ist, dass wir lernen, wie wir auf Menschen und Situationen reagieren. Also wie man damit umgeht, in sich hineinhört und aus einem sehr reflektierten und bewussten Zustand selbst reiflich überdacht agiert und reagiert.

Allgemein hört man immer wieder, dass “einfach gestrickte” Menschen doch die glücklicheren und zufriedeneren Menschen sind. Ich selbst bin der Meinung, dass man sich nicht als “Zufriedener” bezeichnen sollte, weil man sich keine bis wenig Gedanken macht – Zufriedenheit ist ein bewusster und fühlbarer Zustand. Dies erfordert sehr wohl, sich seinem Leben, seinen Erwartungen und auch Wünschen bewusst zu sein. Wer wenig denkt, lt. Volksmund “einfach gestrickt” ist, könnte ggf. sorgloser, unbeschwerter und ebenso unbewusster sein, aber ein gefühlter und kontrollierbarer Ist-Zustand (Zufriedenheit) ist es in der Regel nicht.

Auch sehr clevere Menschen können eine Balance zwischen Geist und Körper erhalten. Natürlich sehen dieser Ausgleich und diese Priorisierung bei jedem Menschen etwas unterschiedlich aus. Aber es ist erlernbar und mit einem Stück Arbeit auch für grundsätzlich jeden Menschen umsetzbar.

Die Trennung zwischen beruflicher und persönlicher Zufriedenheit wird zwar sehr häufig gemacht, ist jedoch grundsätzlich nicht anzuraten. Wer persönlich mit sich und seinem Umfeld zufrieden ist, wer weiß, was er/sie kann, was man lernen will, was man bewegen kann, welche Menschen einem zur Seite stehen, der fühlt sich auch beschenkt und innerlich reich. Aus diesem Zustand heraus lässt es sich sowohl beruflich als auch persönlich/privat sehr gut agieren und leben.

Es ist ein freier und lenkbarer Zustand mit einem guten Mindset / Denkmuster. Ausstrahlung (Charisma), Persönlichkeit und Charakter sind auch für die Karriere elementar geworden, es zählt eine gute und im Idealfall sogar ideale Mischung aus Soft-Skills und Hard-Skills. Insofern sollte man lernen, mit der Zeit ein erfolgreiches Denken nicht nur im Job, sondern auch im gesamten Leben zu integrieren. Es ist ein Gesamtkonstrukt, welches i.d.R. nur gemeinsam funktioniert und wie ein Kreislauf betrachtet werden sollte.

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Ein abschließendes Zitat soll etwas Anstoß zum Nachdenken geben:

„Von der Qual, etwas Einzigartiges sein zu wollen getrieben, wurde schon oftmals das Ziel ungesehen überrannt.“