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Chefarten als Stellschraube für Motivation und effiziente Arbeitsweisen


Chef ist nicht gleich Chef. Der eine Ableitungsleiter ist z.B. vom Wesen und Führungsverhalten deutlich anders als ein anderes Führungsmitglied im selben Unternehmen. Dies ist sowohl geprägt vom Charakter, vom Selbstbewusstsein, aber auch vom Ausbildungsgrad des jeweiligen „Anführers“. Doch lässt sich häufig erkennen, dass es verschieden Führungsverhalten gibt, die im Grunde immer wieder auftauchen und die einzelnen Leiter zuordnungsfähig machen:

  • Der stark autoritäre Führungstyp
  • Der sehr sachliche Führungstyp
  • Der spürbar motivierende Führungstyp
  • Der auffällig visionäre Führungstyp
  • Der sehr verständnisvolle Führungstyp

Diese Verhaltensmuster findet man häufig in Managementreihen wieder, manchmal auch eine gute Mischung aus mehreren dieser o.g. Punkte. Dies muss auch nicht gänzlich schlecht sein, aber wie beim guten Kochrezept lässt sich auch hierzu sagen „Die Dosis macht das versalzene bzw. ggf. auch das gelungene Essen“.

Führt ein z.B. Bereichs- und Abteilungsleiter allerdings vermehrt sehr schlecht, so sind häufig auch folgende Verhaltensauffälligkeiten an der Tagesordnung:

  • Die Namen der Mitarbeiter sind nicht bekannt, oder werden falsch genannt.
  • Gelobt wird selten, gerügt jedoch bereits bei Kleinigkeiten.
  • Es wird keine persönliche Beziehung zu den Teamkollegen aufgebaut, die im Rahmen von guten „Social Skills“ immer anzuraten ist.
  • Eine Angst und Druckatmosphäre wird aufgebaut, die grundsätzlich nicht über Fachkompetenz definiert ist, sondern nur über die jeweilige Position im Unternehmen.
  • Beförderungen werden nicht fair, sondern nach „Nasenfaktor“ vergeben.
  • Vorschläge und Anregungen von Teammitgliedern werden als eigene Ideen verkauft und es wird sich mit fremden Federn geschmückt.
  • Bei faktisch falschem Führungsverhalten werden unglaubwürdige Ausreden in den Vordergrund geschoben. Dies ist oftmals so lächerlich, dass die Abwärtsspirale weiter nach unten geht und die Kluft zwischen Leitungsperson und Mitarbeitern immer weiter auseinander geht.

Wir empfehlen hierbei folgende Laufroute: Ein Vorgesetzter sollte immer versuchen, mit gutem Vorbild voranzugehen und auch ein elementarer Teil eines Teams sein. Man sollte sich nicht über ein Problem stellen, sondern ein aktiver Teil einer Lösung sein. Führt man so, dass man als Abteilungsleiter immer da ist, wenn man gebraucht wird, im Umkehrschluss aber das Team auch laufen lässt, wenn alles soweit funktioniert, so wird man in der Regel als vorbildliche Leitperson wahrgenommen, die auch eine hohe Mitarbeiterakzeptanz genießt.