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Verhandlungsführung, Diskussionsmethodik und Streitkulturen


Zum Aufgabenpart eines versierten Einkäufers gehört auch eine gute und starke Verhandlungsführung. Ebenso bedarf es im Alltag eines Einkaufsmitarbeiters auch einer starken und überzeugenden Diskussionsmethodik, denn man muss überzeugen, motivieren und bewegen können, um in diesem Job auch übergreifend erfolgreich sein zu können. Hierbei ist keine blinde Dominanz gemeint, sondern eine authentische, transparente und wertvolle Überzeugungsdominanz.

Dort wo Meinungen aufeinander treffen, ist immer auch etwas Streit in der Luft. Etwas neutraler formuliert, kann man sagen, dass es Reibungsenergie geben kann, wenn man seinen Standpunkt vertritt und ein jeweiliger Gegenüber einen anderen Standpunkt zum gleichen Thema vertritt. Genau hierbei ist es wichtig, dass man eine gesunde Streitkultur entwickelt, die sachlich, fair, höflich und transparent ist.

Aus Sicht des Blogautors sind hierbei die folgenden Verhaltenspunkte für Streitgespräche elementar:

  • Wir sind stets sachlich und bleiben weitgehend auf der Sachebene.
  • Wir hören unserem Gesprächspartner aufmerksam zu und haben ernsthaftes Interesse an seinem Standpunkt.
  • Wir lassen jeden Gesprächspartner zu Wort kommen und uns gegenseitig aussprechen/ausreden.
  • Wir leben Wertschätzung und geben auch zu, wenn ein guter Standpunkt beim Gegenüber erkennbar ist.
  • Wir sind in der Lage, allseitig Kompromisse zu schließen und uns gegenseitig einen Schritt entgegen zu kommen,  damit das große Gesamtziel erreicht werden kann.
  • Wir loben Gemeinsamkeiten und fokussieren uns im Schlussteil des Dialogs auf positive Dinge, die gemeinsam erarbeitet worden sind. Übergreifende Unternehmensziele sind in diesem Fall deutlich wichtiger, als das eigene Ego in den Hauptfokus des Dialogs zu stellen.

Ein kleines Fazit zum heutigen Beitrag: Wenn man diese beispielhaften Verhaltenspunkte für eine gute Streitkultur im Dialog beachtet, so ist es sehr wahrscheinlich, dass man einen gemeinsamen Konsens findet, der im Sinne des Unternehmens ist und dazu beiträgt, dass man sich auch im beruflichen Wirkungsfeld sehr wohlfühlt und Freude im Job hat bzw auch behält.

Scherzhafter Schlusssatz: Es gibt weniges, das teurer ist, als langfristig demotivierte und leistungsunwillige Mitarbeiter, die aufgrund von vielen Negativerlebnissen diese “Überlebensstrategie im Berufsumfeld” entwickelt haben. Damit ist keiner glücklich, denn es gibt nüchtern betrachtet bei diesem Status dann auch keine “Gewinner”. Weder das Teammitglied, noch die Leitungsebene, die Geschäftsführung oder aber das Unternehmen selbst. Also machen Sie es bitte besser, weil Sie es können und weil Sie es wollen!