No-Go´s in Kommunikationen kennen und vermeiden


Laut dem Kommunikationsexperten Paul Watzlawick werden menschliche Probleme in Dialogen als sogenannte Kommunikationsstörungen eingestuft und bewertet. Doch was sorgt häufig zu solchen Störungen in Kommunikationen?

Es ist oftmals eine unreflektierte eigene Vorgehensweise, die einen Menschen blind und ungesteuert reagieren lässt. Dies ist kein Zeichen von einem hohen Entwicklungsstand und ebenso kein Attribut, welches zu einer Führungsperson passen könnte. Natürlich ist z.B. auch Humor das „Salz in der Suppe“, dies soll nicht gänzlich in Frage gestellt werden, denn auch im Berufsleben kann ein fairer und guter Humor dazu beitragen, dass eine gelassene und lebendige Teamatmosphäre entsteht.

Doch was ist in Zeiten von Hochleistungsphasen und extremen Belastungsmomenten?
Hier kann zu viel Humor komplett deplatziert sein und schnell dazu führen, dass man damit Kontraproduktives erzeugt. Wir beachten bitte, dass es in Hochleistungsphasen besonders zu vermeiden gilt, die elementaren „No-Go´s“ in einer Kommunikation zu nutzen.

Verhaltensregeln:

  • Wir vermeiden Ablenkungen.
  • Wir informieren vollständig und proaktiv, nicht nur auf Rückfrage und in zarten Häppchen.
  • Wir sind präzise, vage Aussagen werden vermieden.
  • Wir vermeiden Ratschläge, die der Sache nicht dienlich sind.
  • Wir vermeiden künstliche Druckatmosphären und gar Anspielungen, die drohend wirken könnten.
  • Wir sprechen nicht im Befehlston, sondern arbeiten und kommunizieren kooperativ.
  • Wir vermeiden unangebrachte Fragen, deplatzierte Dinge sind Gift in Stressfragen und führen zu Ärger.
  • Wir unterlassen weitgehend Ironie und helfen wenn nötig.
  • Wir bewerten niemanden von oben herab, schwarz/weiß Denken und sogenanntes Etikettieren sind unnötig.
  • Wir benehmen uns nicht herablassend und spenden keine tröstenden, unaufrichtigen Worte.
  • Wir versuchen so wenig wie möglich zu bewerten.

In Stressphasen kann es hilfreich sein, wenn man als Teamleiter bzw. Vorgesetzter sehr überlegt kommuniziert und somit immer versucht, die Inhaltsebene in einer Kommunikation zu erreichen, jedoch auch nicht die Gefühlsebene in der gleichen Kommunikation verkümmern zu lassen.